Café-Serie: Wrong: Wenn der Falsche der Richtige ist

Übersetzer: Linda Mignani

Erschienen: 09/2016
Serie: Café-Serie
Teil der Serie: 1

Genre: New Adult
Zusätzlich: Contemporary, Vanilla

Location: USA, Philadelphia

Seitenanzahl: 300


Erhältlich als:
paperback & ebook

ISBN:
Print: 978-3-86495-265-4
ebook: 978-3-86495-264-7

Preis:
Print: 12,90 €[D]
ebook: 6,99 €[D]

Erhältlich bei u.a.:

und allen gängigen Onlinehändlern und im Buchhandel

Café-Serie: Wrong: Wenn der Falsche der Richtige ist


Inhaltsangabe

Wenn jemand ein Händchen dafür hat, sich den Falschen rauszupicken, dann bin ich es. Schwul? Weiberheld? Spieler? Muttersöhnchen? Alle zu mir!

Zur Zeit bin ich in einen meiner Kunden aus dem Coffeeshop verknallt. Wenn ich auch nur daran denke, was seine schönen Hände mit meinem Körper anstellen könnten, wird mir jedes Mal ganz heiß! Aber das ist natürlich bloß eine harmlose Schwärmerei von mir. Ist ja nicht so, als würde ich Luke jemals außerhalb des Cafés treffen.

Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt, denn unsere Wege kreuzen sich an einem Ort, der meine wildesten Fantasien sprengt. Seine Hände sind plötzlich genau dort, wo ich sie mir gewünscht habe: zwischen meinen gespreizten Beinen. Die Sache ist mir so peinlich, dass ich Luke eigentlich nie mehr wiedersehen will, aber das Schicksal hat offenbar andere Pläne für uns: Als ich in eine Notlage gerate, wird er zum Retter in der Not und wir kommen uns näher.

Was wäre, wenn der Falsche plötzlich der Richtige ist?

New York Times-Bestsellerautorin Jana Astons Erfolgsroman - übersetzt von Linda Mignani.

 

Über die Autorin

Jana Aston hatte einen ziemlich langweiligen Job. Um ihren nächsten Roman zu schreiben, hat sie ihn kurzerhand gekündigt und hofft, dass das keine allzu blöde Idee ist.
In ihrer Freizeit liest sie am liebsten romantische Liebesromane mit einem Hauch Erotik,...

Weitere Teile der Café-Serie Serie

Leseprobe

XXL-Leseprobe bei Book2Look

„Sophie, dein Lieblingskunde ist da.“ Grinsend schlägt mir Everly mit einem Handtuch auf den Hintern.

„Halt die Klappe! Er kann dich hören.“
Mist! Natürlich erröte ich sofort. Luke! Jeden Dienstagmorgen kommt er ins Grind Me, einen Coffeeshop etwas außerhalb des Campus, und sein Anblick ist der Höhepunkt meiner Frühschicht. Neben meinen Kursen an der University of Pennsylvania arbeite ich hier. Erwerbstätige und Studenten, die abseits des Universitätsgeländes wohnen, stellen den Hauptanteil unserer Kundschaft dar.
Luke fällt definitiv in die Kategorie der Berufstätigen. Ich bin mir nicht sicher, was er genau macht, doch er betritt in sehr teuer aussehenden...

...Anzügen und stilvollen Krawatten das Café und hebt sich deutlich von den Collegejungs in T-Shirts mit grafischen Druckmotiven und Sporthosen ab. Er muss zehn, fünfzehn Jahre älter sein als ich, aber das spielt sowieso keine Rolle. Ich mag ihn, und er ist attraktiv, was schlecht ist, weil ich einen Freund habe. Einen altersgerechten Freund. Aber meine Schwärmerei ist ohnehin nur harmlos, nicht wahr?
Doch Luke … macht mein Höschen nass, und dazu braucht er nur Kaffee zu bestellen. Er ist groß, ich schätze über 1,85 Meter, hat dichtes dunkles Haar und braune Augen mit Wimpern, für die jedes Mädchen töten würde. Heute trägt er einen dunkelgrauen Anzug mit einer pflaumenfarbenen Krawatte.
Zum Niederknien.
Seine Hände - ich bin ein wenig besessen von ihnen. Lange Finger, die in kurzen, makellosen, sauberen Nägeln enden. Sie sehen einfach nur … fähig aus. Ich habe eine Menge Fantasien, bei denen seine Hände und mein Körper beteiligt sind. Er weiß bestimmt, was er mit ihnen tun muss, und ich wette, dass er mich in Minuten zum Höhepunkt bringen könnte. Diese perfekten Finger wüssten genau, worum sie sich krümmen müssten, während sein Daumen auf meinen Kitzler presst. Luke könnte mich wahrscheinlich mit einer Hand kommen lassen und gleichzeitig mit der anderen einen Anruf auf seinem Handy beenden.
Meine unzähligen Fantasien mit Luke beruhen allein darauf, dass ich ihm jeden Dienstag einen Kaffee eingieße und anschließend abkassiere. Er zahlt immer bar. Seinen Nachnamen kenne ich nicht und seinen Vornamen nur, weil ich ihn bei einem seiner Anrufe belauscht habe, während er einen Zwanziger aus seiner Brieftasche zog. „Hier ist Luke. Sagen Sie Dr. Kallam, dass es dringend ist. Ich bleibe in der Leitung.“
Leider glaube ich nicht, dass er meine Schwärmereien erwidert. Ich bin mir sicher, dass er meinen Namen nur weiß, weil er fett gedruckt auf dem Namensschild steht, das sich an der Vorderseite meiner Schürze befindet.
„Sophie.“ Er spricht mich immer mit meinem Namen an. Guten Morgen, Sophie. Ich nehme die dunkle Röstung, Sophie. Ich glaube, dass Sie ein wenig Schlagsahne auf der Nase haben, Sophie.
Das Zeug spritzt, okay?
„Sophie?“ Oh Scheiße. Hat er etwa mit mir gesprochen, während ich meinen Gedanken freien Lauf ließ?
„Sorry! Ähm, hänge meinen Tagträumen nach.“
Er grinst mich selbstgefällig an. Mistkerl.
„Einmal die große dunkle Röstung?“
„Sehr gerne.“ Er schiebt einen Fünf-Dollar-Schein über den Tresen. „Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, Sophie.“ Er lächelt wieder, ehe er sich umdreht und aus dem Laden schlendert.
Ich beobachte, wie er läuft, wobei ich ihn, ohne erwischt zu werden, ungehindert mit meinen Blicken vernaschen kann. Die Tür fällt klirrend hinter ihm ins Schloss, aber ich behalte ihn im Auge, bis er außer Sicht ist.
„Puh, das war heiß.“ Everly fächelt sich mit einer Papiertüte Luft zu. „Sexuelle Spannung. Ist es warm hier drin?“
„Hör auf damit.“
Sie liebt es, mich zu necken. Wir machen das Woche für Woche durch. Er hört sie bestimmt im Hintergrund kichern. Außerdem sorgt sie dafür, dass ich diejenige bin, die ihn jedes Mal bedient. Falls sie hinter der Theke steht, wenn er hereinkommt, findet sie sofort eine andere Aufgabe, sodass sie mich dabei beobachten kann, wie ich ihn verliebt anhimmele. So peinlich offensichtlich.
„Genug von dem mysteriösen Hottie. Wirst du Mike endlich ranlassen oder wirst du es nicht? Du lässt ihn seit einem Monat oder länger warten. Das ist ewig, gemessen an den zeitlichen Maßstäben der umtriebigen Collegejungs. Außerdem bist du die älteste Jungfrau auf dem Campus. Nicht nur von unserem, sondern von allen.“
„Es ist nicht meine Schuld, dass ich mich zwei Jahre lang mit einem schwulen Mann getroffen habe.“ Ich stecke mir eine Haarsträhne hinters Ohr und verschränke meine Arme vor der Brust. Ich bin ein wenig empfindlich, was dieses Thema angeht.
„Hallo? Erde an Romantikerin. Du fandest es nicht seltsam, dass ein zwanzig Jahre alter Kerl niemals versucht hat, sein Teil in dich reinzustecken?“ Everly schüttet Bohnen in das Mahlwerk der Gastromaschine und wirft mir einen skeptischen Blick zu, wobei sie eine Augenbraue hebt. Ich reiche ihr einen Stapel der Fünfhundert-Gramm-Beutel mit dem Grind-Me-Aufdruck, die für den Einzelverkauf vorgesehen sind, und lehne mich an die gegenüberliegende Theke.
„Ich dachte, dass er mich respektiert, nicht, dass er vor Vaginas Angst hat“, sage ich, während ich gegen die auf dem Boden liegende Gummimatte trete und sie einen Zentimeter verschiebe. „Ich durfte ihm einen blasen“, erwähne ich, in der Hoffnung, dass es zu meiner Rechtfertigung beiträgt.
Everly schnaubt. „Ja, bei ausgeschaltetem Licht.“
Ich beiße auf meine Lippe und schaue weg.
„Oh mein Gott! Das war nur ein Witz. Es tut mir leid, Sophie. Scheiße, ernsthaft? Männer lieben es, dabei zuzusehen, wenn sie einen geblasen bekommen. Scott hat sich wahrscheinlich einen Mann vorgestellt, als sein Schwanz in deinem Mund war, also … Oh Fuck. Ich verschlimmere das alles nur noch.“ Everly lässt die Tüte mit dem Kaffee unter den Automaten fallen. Bohnen kullern über den Tresen und anschließend auf den Boden, während sie mich feste umarmt. „Viele Typen würden es mit Vergnügen mit dir machen. Ich verspreche es. Wie Luke. Der Kerl würde zu gerne mit dir in der Kiste landen. Er befürchtet nur, dass du minderjährig bist. Außerdem solltest du mit Mike beginnen. Er ist groß, dunkel und sieht aus, als wäre er wie ein Zuchthengst bestückt.“
„Du hast eine wirklich charmante Art und Weise, mit Worten umzugehen. Du solltest ein Buch oder irgendetwas in der Art schreiben.“ Ich befreie mich aus ihrer Umarmung und schnappe mir den Besen, um die auf dem Boden verstreuten Kaffeebohnen aufzufegen.
„Wie auch immer, das mit Mike ist beschlossen, oder etwa nicht? Bring es einfach hinter dich. Mike wird genügen, er ist heiß. Ich würde mit ihm vögeln.“
„Everly!“
„Ich würde es allerdings nicht ohne Kondom mit ihm machen. Sicherheit steht an erster Stelle. Und sag mir bitte, dass du einen Termin in der Studentenklinik gemacht hast. Du solltest jedes Mal zwei Verhütungsformen gleichzeitig benutzen, weil ich nicht bereit bin, Großmutter zu werden.“ Everly hüpft auf den hinteren Tresen und beobachtet mich beim Fegen. „Du hast ein paar auf der linken Seite übersehen.“
„Wir sind nicht miteinander verwandt und du bist einundzwanzig. Du würdest nicht die Großmutter sein.“
„Wie auch immer. Das ist semantisch.“
„Das ist nicht das, was semantisch bedeutet. Was ist noch mal dein Hauptfach?“ Ich werfe einen Blick auf sie, als sie sich einen Muffin aus der Kuchentheke nimmt und das Papier abschält.
„Mein Studienschwerpunkt ist Professor Camden“, antwortet sie mit vollem Mund. „Das ist besser als dieser Muffin. Jesus. Wer bezahlt für diesen Mist?“
„Du offensichtlich nicht.“ Ich beobachte, wie sie ihn in den Müll wirft. „Ja, ich habe heute nach der Arbeit einen Termin in der Klinik und meine Beine und alles andere sind rasiert.“ Meine langen braunen Haare binde ich zu einem Pferdeschwanz mit einem Haargummi, das ich vom Handgelenk abstreife, ehe ich mich herunterbeuge, um Everlys Schweinerei in eine Schaufel zu befördern.
„Was ist mit deiner Vagina? Hast du sie rasiert?” Everly greift abermals in die Kuchentheke und nimmt sich einen mit Karamell überzogenen Brownie.
„Neeee“, antworte ich bedächtig. „Ich glaube nicht, dass der Gynäkologe von mir erwartet, blank zu sein.“
„Heilige Scheiße. Dieser Brownie. Der ist gut. Orgasmisch gut. Wie viel nehmen wir für diese Dinger?“
Ich vermute, dass es ihr egal ist, weil sie weder aufhört zu sprechen, noch das Thekenschild überprüft, um nach dem Preis zu sehen.
„Oh mein Gott. Möchtest du einen Bissen?“ Ich schüttle den Kopf und sie fährt fort. „Ich kann es kaum abwarten, einen Orgasmus zu bekommen. Nicht einen Brownie-Orgasmus, einen Penis-Orgasmus. Den wirst du jedoch nicht an diesem Wochenende haben, außer, Mike ist wirklich, wirklich talentiert. Allerdings ist er nicht alt genug, um es zu sein. Da kannst du mir vertrauen. Außerdem sollte er dich zuerst mit der Zunge oder den Fingern befriedigen, bevor er dich nimmt. Denn das erste oder die ersten zwei Male fühlt es sich nicht gerade großartig an. Also ja, Mike will dich vielleicht blank. Ich stelle dich meiner Leah vor, ihre Waxing-Fähigkeiten sind erstaunlich.”
Sie lässt das angebissene Gebäckstück auf die Theke fallen und zieht ihr Handy aus der Tasche, während ich durch einen Kunden abgelenkt bin. Bis ich mit dem Medium-Vanille-Haselnuss-Latte fertig bin und mich Everly zuwende, hat sie ihr Telefonat beendet. Sie macht sich über den restlichen Brownie her.
„Hab alles erledigt. Du hast am Donnerstag einen Termin und wirst erwartet. Ich habe dir die Adresse getextet.“
„Everly! Ich habe nie einem Waxing zugestimmt.“
„Jetzt sei keine Mimose. Der Gynäkologe ist viel unangenehmer im Vergleich zu einem Waxing. Ich garantiere dir, dass du es lieben wirst, weil die Reibung viel besser beim Sex ist.“ Sie lächelt. „Sogar in deiner Jeans. Ich schwöre, du wirst den ganzen Freitag geil sein, weil deine blanke Vagina an dem Stoff reibt.“
Ich schüttle den Kopf. „Dieses Gespräch ist so falsch.“
„Worüber redet ihr Mädchen? Kissenschlachten im Wohnheim? Und ihr seid nackt?“
„Halt die Klappe, Jeff.“ Everly sieht nicht einmal während des Essens auf.
„So kannst du nicht mit mir sprechen. Ich bin der Geschäftsführer und das ist Aufsässigkeit.“ Jeff ist, genau wie wir, im vierten Jahr an der Universität. Sein Vater besitzt eine kleine Kette von Coffeeshops und hat Jeff die Leitung von dieser Zweigstelle übertragen.
„Du darfst uns auch nicht sexuell belästigen und tust es trotzdem. Warum stelle ich nicht eine Telefonkonferenz mit deinem Daddy her und wir können meine Klage wegen sexueller Belästigung diskutieren, während du deine Beschwerde wegen Aufsässigkeit vorbringst?“
„Schon gut“, murmelt Jeff. „Geh wenigstens von der Theke runter. Und notier alles, was du gestohlen hast, auf der Liste mit den abgelaufenen Lebensmitteln. Wenn du hier arbeitest, stimmt der Bestand nie.“ Er dreht sich um und geht zurück in sein Büro. Es ist nicht wirklich ein Büro, vielmehr ein im Lagerraum stehender Schreibtisch - komplett mit einem Chefsessel, den er bei Costco an einem Wochenende abgeholt und durch die Hintertür reingeschleppt hat, als wollte er sich ein kleines Imperium aufbauen, anstatt mit Collegestudenten in einem Coffeeshop fertig zu werden.
Everly hüpft von der Theke und murmelt unterdrückt vor sich hin: „Der Typ hat eine Zukunft im mittleren Management vor sich, wo er niemanden motivieren, aber jeden verärgern wird.“
„So schlimm ist er doch gar nicht.“
Sie wirft mir einen Blick zu, der deutlich zeigt, dass sie damit nicht einverstanden ist.
„Okay, er ist so schlimm.“
„Ganz genau.“ Sie macht sich erneut daran, die Beutel mit Kaffee zu füllen, und verfolgt zum Glück das Thema Waxing nicht mehr. Ich bin mir nicht sicher, ob ich beabsichtige, den Termin wahrzunehmen. Der, den ich am späten Morgen habe, beschäftigt mich schon genug.