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Die Zähmung der Wildkatze
Jazz Winter

Preis eBook:6,99 EUR
Format:PDF
EPUB
Genre(s): Soft-SM / BDSM
Themen: Dominanz & Unterwerfung
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Inhaltsangabe:

Marie Lancaster ist impulsiv und unberechenbar - und hat mit SM nichtsam Hut. Doch als sie auf der Hochzeit ihrer besten Freundin dendominanten Stuart Prescott kennenlernt, der der Wildkatze noch amselben Abend eine Lektion erteilt, ist Maries Neugier geweckt.
Der unnahbare Stuart ist überrascht von Maries Willensstärke, dochdiese Frau reizt ihn mehr als jede andere Devote zuvor. Sich ihreUnterwerfung immer wieder aufs Neue erarbeiten zu müssen, fasziniertihn. Langsam bröckelt Maries Fassade unter Stuarts verlockenden,verführerischen Manövern, und auch er verfällt immer mehr ihrerAnziehungskraft.
Wäre da nicht der Collegestudent Jamie Manson,der es auf die ältere Marie abgesehen hat. Stuart ahnt, dass derverwöhnte Jamie nichts Gutes im Schilde führt ...
 
Ein romantischer SM-Roman und Fortsetzung des Erfolgsromans „Liebessklavin“.


Hörprobe "Erotic Morning Lounge": [Die Zähmung der Wildkatze - gelesen von Rena Larf]
Über die Autorin:

Jazz Winter lebt mit ihren zwei Hunden dort, wo andere Urlaub machen: an der Mosel. Ihr Debütroman "Liebessklavin" schaffte 2010 auf Anhieb den Sprung in die Erotik-Jahresbestsellerlisten des Online-Buchhändlers Amazon.
Weitere Romane von Jazz Winter sind in Vorbereitung; Jazz Winter schreibt außerdem unter dem Namen Pandora Winter paranormale Erotik.


Besuchen Sie auch die Homepage von Jazz Winter: www.nachteule.eu.

Ebenfalls von Jazz Winter im Plaisir d'Amour Verlag erschienen:
Leseprobe:

Szene 1

Marie achtete weder auf Geschwindigkeitsbegrenzungen noch auf Straßenschilder. Sie wusste, wo der Kerl wohnte und ignorierte die hupenden Autofahrer, denen sie die Vorfahrt nahm oder sie drängelte, einen Zahn zuzulegen. Als Marie vor dem großen, viktorianisch anmutenden Haus hielt, fand sie die Haustür offen. Scheinbar war sich dieser Typ absolut sicher gewesen, dass sie seiner Herausforderung nachkam. Sie hatte nicht den Nerv, sich darüber Gedanken zu machen. Dazu war sie viel zu impulsiv. Marie trat durch die Haustür in die Halle und sah sich um. Den Anblick der schönen Inneneinrichtung ihrer besten Freundin wischte sie beiseite, schließlich war sie hier, um diesem Peitschenschwinger die Meinung zu geigen.
Suchend lief sie durch die Räume und immer wieder blieb sie doch bewundernd stehen. Erica hatte es wirklich drauf. Verdammt, nicht ablenken lassen. Wo ist der Dreckskerl? Wo versteckt er sich?
 „Suchst du mich, kleines, dummes Kätzchen?“ Entspannt lehnte Stuart an dem Türbogen zum Speisezimmer und musterte sie von Kopf bis Fuß. Er trug schwarze Lederhosen, ein weißes, weit geschnittenes Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln. Er überragte Marie um zwei Kopflängen und dennoch baute sie sich vor ihm auf.
„Du kannst mir nichts vormachen, deine Spielchen ziehen bei mir nicht. Und hör auf, mich Kätzchen zu nennen, das klingt aus deinem Schandmaul wie eine Beleidigung.“ Sie funkelte ihn wütend an und erntete ein abfälliges Lachen.
„Nun, wir spielen wohl beide gern. Du bist hier, also zieht mein Spiel oder liege ich da falsch?“
„Und wie falsch du liegst, Mistkerl. Du bist abstoßend und widerlich, am liebsten möchte ich kotzen, wenn ich dich sehe.“ Mit der Faust drohend ging sie ein paar Schritte auf ihn zu, blieb stehen und wich zurück, als er sich vom Türbogen abstieß und auf sie zukam. Sie log, dass sich die Balken bogen und das mit voller Absicht. Obwohl ihr Bauchgefühl ihm entgegendrängte, jeder Teil ihres verräterischen Körpers sich danach sehnte, von ihm angefasst zu werden. Selbst ihre Fingerspitzen kribbelten, wollten durch das glänzende schwarze Haar gleiten. Wie er dastand, sie ansah und musterte, fiel es ihr erheblich schwerer, standhaft zu bleiben, als ihr lieb war. Mach jetzt bloß nicht schlapp. Zeig ihm, aus was für einem Material du geschnitzt bist.
Krampfhaft hielt sie an ihrer Wut fest, feuerte sich gedanklich an, dem pochenden Verlangen nicht nachzugeben.
„Es ist mir gleich, was du über mich denkst, Kätzchen. Denn schließlich kenne ich dich bereits aus einer anderen Sichtweise … nicht unbedingt schnurrend und anschmiegsam, aber stöhnend und keuchend vor Lust. So gefügig hast du mir wesentlich besser gefallen.“
Marie wurde blass und sie spürte, wie ihr Gesicht glühte. Mist, verdammter. Am Telefon war es doch leichter. Dennoch schaffte sie es, schnell wieder die Fassung zu finden, auch wenn die Hitzewelle noch durch ihren Körper schoss. „Behalt das gut in Erinnerung, denn ein weiteres Mal wirst du das nicht erleben.“
„Bist du dir da sicher?“
„Oh ja, das bin ich. Ich war ziemlich angetrunken und du hast das schamlos ausgenutzt. Anders hättest du mich nicht so weit treiben können. Mich schüttelt es jetzt noch bei dem Gedanken daran und außerdem bist du überhaupt nicht mein Typ.“ Marie reckte stolz ihr Kinn empor und Stuart griff danach, umfasste mit seiner großen Pranke ihr Gesicht und zog es näher zu sich, bis ihre Nasenspitzen sich fast berührten.
„Ganz miese Ausrede. Du hast das Spiel eingeläutet, deine Beschimpfungen, deine neckischen kleinen Doppeldeutigkeiten, dein arroganter Blick, wie jetzt. Mir ist es gleichgültig, was dein Typ ist.“ Er kam ihrem Gesicht noch näher und flüsterte bedrohlich auf ihre Lippen. „Mag sein, dass andere vor deinem Katz und Maus Spielchen den Schwanz einziehen, aber ich weiß, dass ich dich zähmen kann … ohne Alkoholpegel und im Vollbesitz deiner geistigen und körperlichen Stärke.“ Er stieß sie sanft zurück und schmunzelte herausfordernd. „Was ich allerdings auch weiß, ist, dass du dann diejenige bist, die das kleine wuschelige Katzenschwänzchen einzieht und wegläuft.“
Marie bebte vor Wut, drehte sich auf dem Absatz um und war im Begriff, zu gehen.
„Oh, doch so feige? Hast du Angst vor einem echten Spiel mit mir?“
Da war sie wieder, die Herausforderung, die pure Provokation, die in Maries Innerem einen Knopf drückte, der ihren Verstand ausschaltete und der kopflosen Impulsivität freien Lauf ließ. Mit schnellen Schritten kehrte sie zu ihm zurück. Seine selbstbewusste Arroganz trieb sie in den Wahnsinn. Als die schallende Ohrfeige sein Gesicht traf, brannte ihre Handfläche, doch er verzog keine Miene.
„Du mieser Bastard, wofür hältst du dich eigentlich? Den Meister aller Klassen?“ Während sie diese Worte sagte, drehte sie sich erneut schwungvoll um, mit dem Willen, jetzt zu gehen.
Seine Hände griffen flink nach ihren Oberarmen, und er beugte sich über ihre Schulter. Seine Stimme klang samtig und rau. „Ich bin nicht der Meister aller Klassen, aber ich werde dein Meister sein, Marie.“
Widerwillig und rebellisch drehte sie sich wieder zu ihm um, erwiderte fest seinen Blick, auch wenn sie ihren Kopf in den Nacken legen musste, um in sein Gesicht sehen zu können. Stuart unterbrach als Erster den Blickkontakt. Sie grinste triumphierend und beobachtete, wie er zu einem Sideboard ging, die oberste Lade öffnete. Geh jetzt. Leg einen glänzenden Abgang hin. Aber sie konnte sich nicht rühren, beobachtete stattdessen seine geschmeidigen Bewegungen, als er zu ihr zurückkehrte.
„Willst du gezähmt werden, Kätzchen?“
Es klang lächerlich in ihren Ohren, aber die unterschwellige Drohung in seinem Tonfall hinderte sie, aufzulachen. Ihre Mimik wurde dennoch höhnisch. „Als ob du mir das Wasser reichen könntest.“ Etwas in ihrem Hinterkopf warnte sie, nannte es einen Fehler, diesen Satz ausgesprochen zu haben. Doch sie wischte den Gedanken fort und überkreuzte ihre Arme abwartend. Marie erwiderte sein süffisantes Lächeln selbstsicher.
„Lass es auf einen Versuch ankommen.“
„Tss.“
 „Mit oder ohne Sicherheitsleine?“
Marie legte die Stirn in Falten. „Was ist denn das für eine Frage?“
„Hm, ein Trapezkünstler ohne Netz und Sicherheitsleine muss sich entweder absolut sicher seines Könnens sein oder dumm genug, die Gefahr nicht zu erkennen. Zu welcher Sorte gehörst du? Möchtest du vorher ein Abbruchwort mit mir vereinbaren? Ich garantiere dir, ich werde nicht zimperlich mit dir umgehen. Wie klingt das Wort ‚Zicke‘ für dich? Es wäre wirklich perfekt, findest du nicht?“
Geh einfach, das ist doch bescheuert. Marie schnaubte. Erica hatte ihr von einer Art Safeword erzählt, dass BDSM-Genießer benutzten, wenn das Spiel zu weit ging. Irgendwo aus weiter Ferne ihres tiefsten Inneren schrie ihr Verstand entsetzt auf und flehte sie an, sofort die Flucht zu ergreifen, aber die Herausforderung pochte in ihrem Magen und ihr Stolz ließ sie einfach den Kopf schütteln. Was hatte er vor? Da ansetzen, wo er bei der Hochzeit aufgehört hatte? Wie ein Tiger in einem zu kleinen Käfig wanderte sie auf und ab, ohne Stuart aus den Augen zu lassen.
„Was ist? Angst vor der eigenen Courage? Angst, die Kontrolle zu verlieren? Wägst du gerade deine Chancen ab oder überlegst du noch, freiwillig das Feld zu räumen?“
Das war zu viel. „Lächerlich.“
Als hätte er die Antwort erwartet, streckte er seinen Arm aus und in seiner Hand entrollte sich eine schwarze, lange Lederpeitsche mit festem breiten Schaft, wie für seine große Hand gemacht und geflochten bis zum spitz zulaufenden Ende. Einen Augenblick flackerte erneut der Verstand in Marie auf und sendete ein panisches SOS. In Stuarts Mimik veränderte sich etwas. Er lächelte freundlich und seine Stimme bekam einen bedrohlich fröhlichen Unterton, der sie verwirrte.
„Das nennt man eine Bullenpeitsche. Zwölffach geflochtenes Rindsleder auf etwa zwei Meter Länge. Mittelschwer und perfekt ausbalanciert für die Zielsicherheit. Es ist eins meiner liebsten Stücke aus meiner Kollektion, liegt gut in der Hand und ich würde damit die Flügel einer Fliege treffen. Ich habe sie dem klassischen Original getreu nachgebaut. So etwas wird heute noch von Cowboys zum Viehtrieb verwendet. Solch ein Schätzchen gehört nur in erfahrene Hände. Du kannst also ganz beruhigt sein, ich weiß, was ich tue.“
„Das wagst du nicht!“ Der Ausruf war ihr über die Lippen gekommen, ohne dass sie es gewollt hatte. Sie hob ihren Zeigefinger und ging langsam rückwärts.
Stuart folgte ihr schmunzelnd.
Das wagst du dich niemals.
Er ließ das Ledermonster durch die Luft segeln und peitschte ins Leere. Der Knall hallte durch das Haus, wurde von den Wänden der Eingangshalle zurückgeworfen und durchfuhr ihren Körper. Marie starrte ihn an wie ein Lamm vor dem großen bösen Wolf. Scheiße. Er meint das ernst!
„Lauf!“
Marie blieb wie angewurzelt stehen und rührte sich nicht. In was hast du dich jetzt schon wieder manövriert? Verdammt!
„Lauf los, deine Chance, mir zu zeigen, wie gut du bist. Ich gebe dir fünf Minuten Vorsprung, dann komme ich und hole dich. Und Gnade dir, wenn ich dich finde.“
Als ein weiterer Knall der Peitsche durch das Haus dröhnte, rannte sie los, über die Terrasse hinaus zu den angrenzenden Pferdeweiden direkt auf das Waldstück zu. Es war mehr eine Art Fluchtreflex als eine bewusst getroffene Entscheidung. Nachdem sich der Anflug von kindlichem Vergnügen an diesem verrückten Fangspiel gelegt hatte, schimpfte sie laut und atemlos.
„Das ist wieder mal typisch. Nicht nachdenken, einfach losreden. Scheiße!“
Es war nicht das erste Mal, dass ihre große Klappe und ihre Impulsivität sie in solche eine Lage gebracht hatten. Ihre Lungen brannten, als sie den ersten Baumstamm erreichte. Sie blieb keuchend stehen und sah sich um. Stuart war ihr noch nicht gefolgt. Zweifel nagten an ihr. Das ist kindisch. Doch sie kam nicht dazu, weiter darüber nachzudenken. Hufschläge näherten sich und Marie sah Stuart auf einem Rappen auf das Waldstück zukommen. Dieser verdammte Mistkerl. Panik schnürte ihr die Kehle zu und sie rannte tiefer in das Wäldchen hinein. Irgendwo in ihrem Kopf war ihr klar, dass es sein Grundstück war und er es garantiert wie seine Westentasche kannte. Dennoch rannte sie weiter, bückte sich in das Unterholz, kratzte sich an Ästen und Dornen die Arme auf. Sie stolperte vorwärts über Wurzeln und Steine und suchte nach einem Versteck. Sie lief weiter, erreichte das Ende des kleinen Waldes und blieb auf einer Blumenwiese stehen, die plötzlich vor ihr auftauchte. Dann erstarrte sie. Stuart saß lässig auf dem Rappen und lächelte kalt, nur wenige Schritte trennten sie voneinander. Allein der Anblick des Lassos in seiner Hand demütigte sie, doch der Schock saß zu tief für eine spontane Reaktion, zurück in den Wald zu rennen. Rückwärts stolpernd beobachtete sie, wie er das Lasso über den Kopf schwang. Das Fangseil flog durch die Luft, und gerade, als sie wieder Herrin ihres Körpers wurde und loslaufen wollte, legte sich das Seil über ihren Kopf und schnürte ihre Arme an ihren Körper. Der Ruck, mit dem Stuart die Schlinge zuzog, riss sie von den Füßen und warf sie in das Gras. Stuart sprang vom Sattel und war flink bei ihr, fesselte ihre Hände und Füße mit dem restlichen Seil, als würde er ein Kalb für das Branding vorbereiten. Sie zappelte, trat, versuchte, nach ihm zu schlagen, aber er war schnell und besaß eine geübte Ruhe, als sei er jahrelang Cowboy gewesen. Im Nu war sie wehrlos und nahezu bewegungsunfähig. Stuart hockte über ihr und betrachtete sie mit dem musternden Blick seiner eisblauen Augen.
Marie zerrte an ihren Fesseln. „Scheißkerl, das war pure Berechnung.“
Er zuckte mit seinen breiten Schultern, packte sie und stellte sie gegen einen dicken Baumstamm gelehnt auf ihre Füße. Sie fühlte sich wie ein zum Versand verschnürtes Postpaket, ruckte und riss an dem Lasso, aber es löste sich kein bisschen. Rechts und links von ihr stützte Stuart sich an dem Baum ab und sah ihr tief in die Augen.
„Ich sagte dir bereits, ich werde nicht zimperlich sein.“
 Ihr Kopf war mit einem Mal leer, kein störender Gedanke, nur sein Gesicht direkt vor ihr. Seine Fingerspitzen schwebten über ihrem Gesicht, als würde er die Konturen nachzeichnen, ohne sie zu berühren. Ihr Atem beschleunigte sich, denn er war ihr so nah, dass sein Körperduft durch ihre Nase direkt in ihr Bewusstsein kroch. Hitze stieg in ihr hoch, schickte kleine elektrische Impulse wie Wurfgeschosse durch ihren Körper, die an den sensibelsten Stellen zu explodieren schienen. Marie spürte, wie sich ihre Brustwarzen unter dem Stoff aufrichteten und eine Kettenreaktion bis hinunter zu ihrer pochenden Klitoris auslösten. Sie seufzte leise auf, drehte ihren Kopf zur Seite und fühlte seinen heißen Atem auf ihrem Hals.
Stuart stieß sich vom Baumstamm ab und betrachtete sie, lächelnd, siegessicher. Moment mal. Sofort war sie wieder hellwach im Hier und Jetzt und nahm seine triumphierende Mimik deutlich wahr. Verflucht!
„Na toll, wie dominant. Du hast mich gefangen, freu dich. Und jetzt?“
Sie bemühte sich, unbeeindruckt und gelangweilt zu klingen, aber sein Lächeln blieb, als er nach den Zügeln seines Pferdes griff.


Szene 2

„Wenn du denkst, jetzt sind wir quitt, weit gefehlt.“
Marie lehnte sich mit der Schulter gegen die Mauer, biss fest auf den Knebel.
Aus der Seitentasche seines Ledermantels zog er einen fingergroßen Minivibrator und sie starrte darauf, hob dann ihren Blick zu seinem Gesicht. Erst als er aus der Innentasche eine Fernsteuerung nahm und sie betätigte, ahnte sie, was er vorhatte. Marie rutschte von ihm weg, doch er zog sie über sein aufgestelltes Knie und streichelte entsetzlich sanft über ihre geschundenen heißen Pobacken. Seine Finger glitten tiefer, direkt zu ihrem Geschlecht. Behutsam teilte er ihre Schamlippen, folgte dem nassen, pochenden Spalt und drang mit einem Finger in sie ein. Marie bäumte sich stöhnend auf und er bohrte tiefer. Die Fingerkuppe tastete sich weiter vor, umspielte sanft ihre Klitoris, bis sich ihre Schenkel wie ferngesteuert ein klein wenig öffneten.
„Wenn dich jetzt jemand so sehen könnte … ein Traum, kleines Kätzchen.“
Ihr Herz klopfte hart in ihrer Brust, ihr Puls raste und die Lust zog in Wellen durch ihren Körper. Sie hob ihr Becken höher, ließ es gegen sein Fingerspiel kreisen. Dann tauschte er den Mittelfinger mit dem Daumen aus. Marie stand kurz davor, den Verstand zu verlieren. Zwei Fingerspitzen spielten feucht von ihrer Lust mit ihrer Perle, während der Daumen in ihr ein- und ausfuhr. Das war ein Gefühl, als würde sie gleichzeitig geleckt und gevögelt werden. Ihr Stöhnen wurde rhythmischer und in ihrem Körper spannte sich jeder Muskel. Kurz, bevor sie kam, stoppte er und entzog ihr jegliche Reizung. Sie sackte auf seinem Knie seufzend in sich zusammen und keuchte gegen den Knebel.
„Mhpfäl!“
„Wie war das? Du musst deutlicher sprechen, sonst verstehe ich dich nicht.“
„Mhpfäl!“
„Ach, das war nur wieder eine deiner Beschimpfungen. Na mal sehen, ob ich das nicht ändern kann. Weißt du, was das hier ist? Man nennt es Vibro-Ei. Perfekt, diese kleine ferngesteuerte Erfindung.“
Der Minilustbringer glitt zwischen ihre Pobacken. Provokant rieb er ihn gegen ihren Anus und presste ihn dagegen, wie eine Drohung, und sie wirkte. Marie zappelte keuchend, doch Stuart hielt sie fest. Er fuhr tiefer zwischen ihre geschwollenen Schamlippen in die Nässe und ließ ihn dort ganz sanft vibrieren. Marie atmete stoßweise durch die Nase. Dann drang der Vibrator in sie ein und Stuart platzierte ihn tief in ihrem Geschlecht. Erneut schickte er auf Knopfdruck Schwingungen aus und Marie stöhnte. Dann stellte er sie wieder auf die Füße, entwirrte ihr Höschen, das sich um ihre Gelenke gewickelt hatte, und zog es ihr aus. Als sie in sein Gesicht blickte, erkannte sie es wieder. Die sonst eisblauen Augen hatten sich dunkel gefärbt wie das Meer bei Nacht und auch dieses seltsame Strahlen war auf sein Gesicht zurückgekehrt. Von diesem Anblick magisch angezogen, trat sie auf ihn zu, blieb vor seinem Körper stehen und sog den Duft, den er verströmte, tief ein. Sein Geschlecht war so deutlich abgezeichnet, sie konnte nicht widerstehen. Ihre Hände waren am Rücken gefesselt, also nutzte sie ihren Körper, um ihn zu reizen. Da lag Gier in seinen Gesichtszügen, pure Lust, die nach Befriedigung lechzte, doch Stuart wandte seinen Blick ab und schob sie an den Schultern sanft gepackt auf Distanz. Warum tut er das?
„Mein Schwanz ist ein Privileg, das du dir noch lange nicht verdient hast.“
Marie seufzte, stöhnte gleich darauf, als er die Vibration erneut in ihrem Geschlecht verstärkte.
„Ich denke, wir beide kehren jetzt zurück auf die Party und der Damenwaschraum wird für dich tabu sein. Falls du auf die Idee kommst, mein Spielzeug entfernen zu wollen.“
Gefesselt, wie sie war, schob er sie vor sich her, zurück zum gläsernen Tanztempel und ihre Wangen glühten, als die ersten Gäste ihrer ansichtig wurden. Erst auf der Party entfernte er ihr den Knebel und zuckte mit den Schultern über ihre Ansprache. Er verstand durch die Musik nicht ein Wort. Von den Fesseln befreit, schob er sie vor sich her an den Rand der Plattform über der Tanzfläche, wo sich zuckende Leiber dicht an dicht unter ihnen bewegten. Stuart drehte sie um und suchte ihren Blick. Dieses Lächeln auf seinem Gesicht verhieß nichts Gutes. Seine Hand schloss sich um ihren Hals, zog sie nah heran und er betrachtete sie fasziniert. Marie erwiderte unsicher seinen Blick, zerrte an seinem Handgelenk, doch er lockerte den Griff nicht. Erneut schickte er per Fernsteuerung eine kurze Vibration in ihren Schoß. Der Kuss auf ihre Lippen war so zärtlich und süß, dass ein weiterer Hitzeschauer über ihre Haut prickelte. Er gab ihr ein wenig Schwung, löste seine Finger von ihrem Hals und Marie fiel über die Kante …
Der Schrei in ihrer Kehle, übertönt von der Musik, stoppte sofort, als sie von unzähligen Händen aufgefangen wurde. Sie schwebte über die tanzenden Menschen hinweg, auf Händen getragen, die sie überall anfassten. So viele Finger, die sich in ihr Fleisch gruben, nackte Haut berührten, kräftig zupackten oder sanft bohrten. Immer weiter weg von Stuart. Es war anregend, sinnlich und schmutzig zugleich und das Klopfen in ihrer Klitoris wurde übermächtig. Marie hob ihren Kopf, sah zu Stuart, der noch immer auf der Empore stand und eine Hand hob. Sie wusste, was er darin hielt.
Blitze zuckten durch ihren Körper, als das Vibro-Ei erneut loslegte, lang anhaltend, zunehmend stärker und ihr Geschlecht zum Summen brachte. Hände packten ihren geschundenen Po, griffen nach den Innenseiten ihrer feuchten Schenkel und sie wurde weitergereicht wie eine Trophäe. Hemmungslos betastete und erkundete man ihre Haut, während der Vibrator weiter in ihr summte. Sie keuchte, stöhnte und ballte ihre Hände zu Fäusten. Nicht hier mitten unter den Gästen … nicht … dann explodierte sie mit einem so lauten Schrei, dass es ihr die Sinne nahm. Weitere Hände fingen sie auf und ihr Stöhnen wurde von dem nicht aufhören wollenden Zittern in ihrem Inneren begleitet. Erneut fiel sie tiefer und tiefer in eine Hitzewelle von Lust und Aufgabe.
Die Gesichter über ihr wirkten verschwommen und das Vibrieren hatte aufgehört, doch der Orgasmus zuckte noch immer in ihrem Schoß. Münder bewegten sich, doch sie hörte sie nichts sagen. Auch die Musik war weit weg. Jemand hob sie hoch. Sie fühlte sich, als ob sie von der Tanzfläche schwebte und einige Augenblicke später sah sie in Ericas besorgtes Gesicht.
„Liebes, komm zu dir.“
Als sie emporsah, erkannte sie Stuarts Gesicht und war sofort wieder hellwach. Zuerst wollte sie sich von ihm schieben, doch dann küsste er ihre Stirn und lächelte. Er hielt sie in seinen Armen.
„Jetzt ist das Schlampenoutfit perfekt.“
Das Flüstern floss durch ihr schweißnasses Haar. Sie konnte keinen Kampf mehr ausfechten heute, wollte auch nicht mehr kämpfen und seine Augen schienen direkt in sie hineinzusehen.
„Wir sollten sie hier rausschaffen, am besten, wir fliegen zurück. Ich mach mir wirklich Sorgen. Vielleicht hat sie zu wenig getrunken, oder zu viel … oder sie hat irgendwas Blödes gegessen.“
Erica sah den kurzen Blickwechsel zwischen Simon und Stuart nicht, viel zu besorgt um das Wohl ihrer Freundin, achtete sie nicht weiter darauf.

Im Gästezimmer in Simons Stadtvilla saß sie allein auf dem Bett, noch immer in den langen schwarzen Ledermantel von Stuart gehüllt und spürte etwas kleines Hartes gegen ihre rechte Brust gequetscht unter ihrem BH. Sie griff danach und betrachtete die Fernbedienung. Stuart musste sie dort platziert haben.
Sie ließ sich auf den Rücken fallen und hielt das Stück Gemeinheit in Augenhöhe. Ohnmachtsanfall. Dehydrierung. Plötzlicher Blackout. Alles Erklärungen des Arztes für Maries plötzlichen Zusammenbruch auf der Party. Erica hatte darauf bestanden. Nur Stuart und sie wussten, was es wirklich war. Marie lachte.
„Verdammter Mistkerl.“
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